Schulhaus Reppisch – wie weiter?

Bereits im Jahre 2004 ergab eine Studie, dass das im Jahr 1959 erbaute und 1964 erweiterte Schulhaus Reppisch dringend saniert werden müsste. Die meisten Bauteile entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und viele Komponenten haben die erwartete Lebensdauer deutlich überschritten. An der Gebäudehülle sind bereits zahlreiche Schäden sichtbar. Im Weiteren haben viele Bauvorschriften massiv geändert, so dass wesentliche Anpassungen nötig werden.

Seit 2008 beschäftigte die Baukommission und die Schulpflege deshalb die Frage, was mit dem Schulhaus geschehen soll. Tatsächlich war geplant, den Bau zugunsten eines Neubaus abzureissen. Abklärungen ergaben aber, dass sich das Schulhaus Reppisch auf der Liste der Denkmalpflege für überregional schützenswerte Bauten befindet. Was folgte war ein zweijähriges Hin und Her. Juristische Abklärungen, Treffen mit Vertretern von Heimatschutz und Denkmalpflege, Machbarkeitsstudien, Variantenabklärungen und schlussendlich die Einsicht, dass ein Rückbau des Schulhauses wohl nicht möglich sein würde. Sämtliche hinzugezogenen unabhängigen Experten kamen zum selben Schluss.

Im Jahr 2012 entschied die Schulpflege, das Schulhaus Reppisch zu erhalten und nur den zusätzlich benötigten Schulraum in einem neuen Schulhaus zu realisieren. Im Anschluss an diesen Neubau sollten dann das Schulhaus Reppisch saniert und das Schulhaus Letten teilsaniert werden. Ein Teil davon würde für die Unterbringung der Hortstrukturen dienen.

Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen und der geänderten gesetzlichen Vorgaben wurde 2008-2010 in einer Arbeitsgruppe eine detaillierte Schulraumplanung erstellt und durch ein "Szenario 2020" der entsprechende, zusätzliche Raumbedarf der Primarschule Birmensdorf nachgewiesen. Die getroffenen Annahmen zeigten auf, dass es bis zu diesem Zeitpunkt 2 Kindergärten und rund 6 – 8 Schulklassen mehr brauchen würde. Diese Prognosen haben sich inzwischen bewahrheitet und der dafür benötigte Schulraum konnte mit dem Schulhaus Haldenacher abgedeckt werden.  

Die Räume im Schulhaus Reppisch und Letten werden weiterhin dringend benötigt und die Instandstellung der Schulhäuser duldet keinen Aufschub mehr.

Die Planung der Totalsanierung des Schulhauses Reppisch ist soweit fortgeschritten, dass der entsprechende  Kreditantrag den Stimmberechtigten von Birmensdorf vorgelegt werden kann. Die Denkmalpflege wurde mit in die Planung einbezogen. Somit wird es möglich sein, das Schulhaus so zu sanieren, dass eine Unterschutzstellung vermieden werden kann. Was auch in Hinblick auf die mittel- und langfristige Zukunft der Schule ein Vorteil sein wird.

Die Vorlage zur Gesamtsanierung wird am 24. März 2019 zur Abstimmung gelangen.

Wir bitten Sie bereits jetzt, dem Antrag der Schulpflege zuzustimmen, damit die Primarschule Birmensdorf auch weiterhin auf eine gute und zweckdienliche Infrastruktur zählen kann und eine attraktive Schulgemeinde bleibt.

Primarschulpflege Birmensdorf